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Analyse der Kreativwirtschaft

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Obwohl nodeland so unabhängig und überparteilich wie die Bild-Zeitung ist (mindestens), sei hier auf eine interessante neue Publikation der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hingewiesen: Kulturwirtschaft und Creative Industries 2007. Hier kommt die in node 15 vorgestellte “Schlüsselindustrie” noch einmal mit frischen Zahlen und Fakten vorgestellt: 218.000 steuerpflichtige Unternehmen waren 2006 in den Creative Industries Deutschlands tätig, die insgesamt 950.000 Erwerbstätige und einen Umsatz von knapp 126 Mrd. Euro vorweisen können. Auf die Kleinstunternehmen fällt mengenmäßig der Löwenanteil von 150.000 gezählten “Büros”, der Umsatz liegt jedoch nur bei 17 Mrd. Euro, das sind weniger als 115.000 Euro pro Unternehmen.
Die kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, erklärt zu den Ergebnissen der Studie: “Es zeigt sich, dass die Gesamtzahl der Mikrounternehmen in den Creative Industries stetig zunimmt, zugleich wachsen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die einzelnen FreiberuflerInnen und KleinstunternehmerInnen. Die zentrale politische Aufgabe ist es deshalb, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass die „Kleinen“ neue Absatzmärkte für ihre Produkte und Leistungen erschließen können. Dabei geht es nicht um neue bürokratische Instrumente, sondern um eine Verbesserung und Flexibilisierung der bisherigen Programme für die Kulturwirtschaft.“ Vor allem lokale und regionale Förderungsprogramme seien notwendig, so ein Ergebnis der Studie. Darüber hinaus solle im Rahmen einer “europäischen Kulturagenda” 2008 erstmals über Landesgrenzen hinaus das Thema Kulturwirtschaft in puncto Mobilität der Akteure, empirischer Erforschung der Branche und Zugang der Entwicklungsländer zu dieser Branche forciert werden.

Hier geht es zum Download der Studie.

By Jan Peter Wulf 2007-08-15 ·

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