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Die Diskrepanz von Schein und Sein - Ein Nachtrag zur Popkomm 2006 in Berlin

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Die Pressestimmen sind einstimmig. Von Besucherrekorden war zu lesen. 17 000 an der Zahl. 817 Aussteller aus 55 Ländern und und und. Fakten und Zahlen sind mal wieder Indikator für die gute Stimmung. Ganz nach dem Motto „Die mageren Jahre sind vorbei“ präsentiert sich die Musikbranche mit einem leicht nach Amphetaminen duftenden, wieder reanimiertem, Selbstverständnis. Die Stände sind wohl wieder größer geworden. Poppiger, vermeintlich peppiger.

Universal strahlt mit einem großen Globus aus gebogenen Holzlatten.Yahoo Music, dieses Jahr zum ersten Mal vertreten, kommt mit einer in die Berliner Messehallen inkorporierte All-American BBQ-Party. Leider ohne Grill, aber mit Kunstrasen, 60er Jahre Caravan, Holzzäunen, Gartenmöbeln, labbrigen Hot Dogs und blondem, vollbusigem Standpersonal. Alles schön bunt und heimelig. Selbst die Digitalen der Branche berufen sich wohl auf den gemütlichen Schrebergarten-Catch-Up. Ebenso das Label Camp. Viel Holz und Rasenimitate. Gerade der recht zentral gelegene Forcetracks-Stand wirkte in dem Surrounding von Baumarkt-Biertischen ein wenig deplaziert. Das mag sich, der dort verweilende, recht gelangweilt schauende Standmensch auch gedacht haben. Der popmoderne Diskurs von Deleuze, Postmoderne und Mille Plateaux wird auf der weltgrößten Musikmesse in ihre ästhetischen Schranken verwiesen. Bittersüß. Neben den positiven Resümees und glücklichen Stimmen der Macher und Offiziellen fiel vor allem der recht hohe Bierkonsum und die gesteigerte Zahl der Tischkicker auf. Bloß nicht an Arbeit denken, will man meinen. Ein leicht inkonsistentes Bild zwängt sich da auf. Schmeckt irgendwie alles wie der dort reichlich ausgeschenkte Prosecco in Dosen. Wie eine Bratwurst für 5 Euro. Wie ein ausgetretener Kaugummi wieder in die Packung gequetscht. Wie ein „authentischer“ Rockact mit 1.0-Abschluß aus der Popakademie Mannheim. Aber was reden wir hier. Es geht ja immerhin ums Business!

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By Ji-Hun Kim 2006-09-27 · Add a comment

mission to mentos

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In node 9 berichteten wir vom crowdsourcing, mit dem größere Projekte durch eine Vielheit verstreuter Teilnehmer umgesetzt werden können. In node 10 haben wir das Geysir-Phänomen vorgestellt, das durch das Zusammengeben von Cola light und Mentos hervorgerufen wird. Jetzt wird beides zusammengebracht auf dem neuen crowdsourcing-Projektportal Cambrian House. 25.001 Mentos sollen für einen Weltrekordversuch verpulvert werden. Jeder, der sich in die Community einloggt, liefert den Treibstoffbeitrag eines Kaudragees. Bis zum 31. August sollen hinreichend Teilnehmer gefunden werden, um die weltgrößte Mentoskolarakete zu zünden. Ist auch dringend nötig: Schließlich wird derzeit in der zeit heftig diskutiert, ob die Menschheit den Planeten bald verlassen muss. Und Ionenantriebe sind noch nicht der Weisheit letzter Schuss…

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By Jan Peter Wulf 2006-08-21 · Add a comment

Geld mit Ungeld machen- Neues Virales Marketing

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Bereits bei Revver hat man es gesehen. Es geht. Geld damit verdienen, was man ohnehin im Internet tut. Videos posten oder anderen sagen, wie supertoll man etwas findet. Mit Cola und Mentos hat es ganz wunderbar funktioniert. Umso mehr Menschen etwas, was man reingestellt hat, anklicken, desto mehr kommt dabei rum. Die Masse macht die Moneten. Favorite Thingz, bietet Badges an. Das heißt, man setzt auf seinen MySpace-oder was auch immer-Account einen Badge an mit den Dingen, die man mag. Film, Musik also mainly Kulturindustrie. Wer also klick macht, der macht klack im Geldbeutel des anderen. Altes Prinzip. Die Resultate werden wieder alle Unkenrufe strafen.

Link:

What are your Favorite Thingz?

By Ji-Hun Kim 2006-08-09 · Add a comment

Monopoly Now with Credit Cards

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We gradually need new terms to describe capitalism: the term “Monopoly money” is about to change its meaning. From paper to the virtual.

Monopoly board game players can now pay for properties with debit cards. Game makers Parker have phased out the standard multi-coloured cash in a new version. Players will instead use a Visa mock debit card to keep track of how much they win or lose. It is inserted into an electronic machine where the banker taps in cardholders’ earnings and payments. Parker said replacing of cash with plastic showed the game was moving with the times.

Link: Sky News: Monopoly Takes A Chance On Plastic

By martind 2006-08-07 · Add a comment