In node 17 schrieben wir unter anderem über das Trendthema Mikrobloggen und die damit einhergehende Frage an die Welt: “Was machst du?”. Denn das ist, was das Mikrobloggen ausmacht: Alle schreiben, was sie gerade tun. Weil das nicht immer hochspannend ist, gibt es drumherum vieleviele Tools, die das wenigstens cool aussehen lassen. Ganz heiß: Twitter Blocks. Hier sieht man, wer mit wem auf dem Mikroblog Nummer eins, Twitter, in welcher Weise zusammenhängt und wie viele Leute die Beiträge des Mikrobloggers verfolgen, deswegen auch “Followers” genannt. Sieht aus wie das Kindergartenspiel mit den Plastikwürfeln zum Ineinanderstecken.
In node 15 haben wir das Neo Skilling vorgestellt, die Talentförderung durch das Web 2.0. Nachgelieferter Surftipp: Sclipo ist ein Skill-Portal, das nun auch auf deutscher Sprache erschienen ist. Hier findet man ein breites Spektrum an Videos, die neben der Zurschaustellung einzigartiger Fertigkeiten auch auf Nachmachbarkeit abzielen. Wer keinen Knopf annähen kann, bekommt hier audiovisuelle Hilfe. Wer seine Xbox auseinander- und wieder zusammenbauen will auch. In der Bestenliste findet sich auch ein Video, das letzte Geheimnisse der Weiblichkeit entschlüsseln helfen soll… www.sclipo.com
Das Angebot von Musik im Internet ist fast undurchschaubar geworden. Zu viele gute Seiten, ob für Samples, Social Networks, Filesharing-Foren etc. gibt es im Netz zu entdecken. last.fm sollte mittlerweile fast jedem bekannt sein. Aber was es sonst noch für spannende Seiten gibt, das hat mashable in einer Liste zusammengestellt.
In der kommenden node-Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Neo Skilling. Ohne Tricks und Hilfsmittel werden körperliche Talente offenbart, die über Web 2.0-Medien an die Öffentlichkeit gelangen. Der Körper als Medium selbst, oder frei nach McLuhan: Der eigene Körper als Extension des Körpers. Ein Beispiel dafür ist Manualism, auch Handfarting genannt. Die Manualisten machen Musik mit den Händen, nur mit den Händen. Ein “Pionier”: John Twomey, 1974.
Man sagt, virb.com sei das bessere MySpace. Elegantere Anmutung, deutlich mehr Fokus auf kreative Outputs der Netzwerkenden, von der Quantität der Partizipierenden überschaubarer uswusf. Da dies teils stimmen mag ist dies zum einen einen Blick wert und außerdem gibt es dort auch eine weitere Premiere: nodeland hat einen ersten Social Networkaccount! Also mal vorbeischauen und Freund werden und was man nicht sonst noch alles so tut im 2.0.
“Auf der Suche nach neuem Publikum für ihre Produkte haben sich der Fernsehlieferant Endemol und die Videospielefirma Electronic Arts (EA) zusammengetan. Sie wollen mit einem neuen Angebot, das im Internet und im Fernsehen funktionieren soll, das populäre Onlinespiel “Second Life” überflügeln.” Virtual Me wird es heißen und will unter anderem Second Life-Versionen des Endemol-Klassikers Big Brother anbieten.
Trixie Tracker is a hosted web application based on the collection of charts, graphs and data first seen on the Trixie Update in the fall of 2003. I created the software to help me take better care of my new daughter. […] It’s a full featured application that allows new parents to create detailed records and custom charts of Sleep, Diapers, Bottles, Solids, Nursing, Pumping and Medicine. […]
Keeping track of your child’s diapers can help you relax when it comes to diaper management. Here’s what you can do with Diaper Telemetry:
Keep a general record of diaper changes
Know how long it’s been since the last poopy diaper
Keep track of leaks and accidents
Estimate diaper usage so you’ll know when it’s time to buy more
“The users of a new music business website have given the band Second Person £26,000 - but they’ll be lucky to see a return on their investment.
On a near-weekly basis we’re told that the record company is a moribund beast and the “digital revolution” has made labels as anachronistic as wooden teeth. The argument runs that the business model is broken: find an act, pay over the odds to sign them in a bidding war, throw millions at them in cross-eyed and frivolous marketing spend, watch them limp into the lower end of the charts, drop them, find a new act and repeat until the shareholders mutiny. …”
Das MaFo-Institut Konzept&Analyse kam im Dezember 2006 zu folgendem Ergebnis:
Der erwachsene Prototyp-Blogger ist männlich und trägt Dreitagebart. Er ist bis 29 Jahre alt und führt eine freischaffende Tätigkeit aus. Die körperliche Fitness zählt nicht zu seinen Prioritäten – viele der Intensivnutzer bezeichnen sich als „kaum oder untrainiert“ und „leicht übergewichtig“ bis „stattlich“.
Keine Überraschung. Überraschend jedoch, wie sehr das neue MySpace in Sauberform, Unddu, seine zukünftige virtuelle Demographie antizipiert: Von den 31 abgebildeten Personen sind 25 männlich (das entspricht ziemlich genau der Blogger-Realität), viele Stoppelgesichter lächeln uns an. Ein Männerbund für ihn oder ein Datingpool für sie? Man wird sehen, was das von Web.de aufgebaute Portal wird reißen können.
Zur latenten Adipositas, die den Protoblogger laut o.g. Studie auszeichnet, schweigen wir uns wegen möglicher Verzerrungseffekte bei Thumbnails aus.
In node 13 berichten wir über Content Communitys, inhaltsfokussierte Alternativen zu YouTube und Co. mit ihrem schon aus der reinen Quantität heraus entstandenen Nonsense-Schwerpunkt (fantastische Ausnahmen bestätigen die Regel). Dass es wohl noch ein weiter Weg ist, bis man über solche Ansätze UND User-Beteiligung an den Umsätzen - Stichwort user generated cash wirklich umsetzen kann hierzulande, beweist die schon wieder geschlossene Web 2.0-Community Smirre, die wir als Negativfolie für unsere Argumentation angeführt haben.
Hier das Statement, das sich auf der Webseite lesen läßt:
Liebe Smirre-Nutzer,
leider mussten wir Smirre schliessen.
In der letzten Zeit sind wir Opfer vieler Surfprogramme geworden. Diese erzeugen gefakte Views, d.h. Views die für Werbekunden keinen Wert haben. Dementsprechend können wir auch keine Zahlungen für gefakte Views leisten. Dies ist in den Nutzungsbedingungen festgelegt.
Häufig sind auch ahnungslose Nutzer Opfer der Surfprogramme geworden und haben deshalb keine Auszahlung erhalten. Dies ist ein nicht tragbarer Zustand. Aus diesem Grund sehen wir uns gezwungen, Smirre zu schliessen.
Wir möchten uns herzlich bei unseren treuen Usern bedanken!
Euer Smirre-Team
P.S.: Es kann auch funktionieren - Revver beweist es.
“NEW YORK, NY — (MARKET WIRE) — February 06, 2007 — Warner Music Group Corp. (NYSE: WMG) and Last.fm, the social music networking site, today announced a broad partnership to offer WMG’s renowned music catalog available over multiple services offered by Last.fm in the U.S. and Europe. This announcement marks Last.fm’s first content agreement with a major media company and underscores WMG’s commitment to offering consumers unique ways to experience its artists’ music.”
Die Pressestimmen sind einstimmig. Von Besucherrekorden war zu lesen. 17 000 an der Zahl. 817 Aussteller aus 55 Ländern und und und. Fakten und Zahlen sind mal wieder Indikator für die gute Stimmung. Ganz nach dem Motto „Die mageren Jahre sind vorbei“ präsentiert sich die Musikbranche mit einem leicht nach Amphetaminen duftenden, wieder reanimiertem, Selbstverständnis. Die Stände sind wohl wieder größer geworden. Poppiger, vermeintlich peppiger.
Universal strahlt mit einem großen Globus aus gebogenen Holzlatten.Yahoo Music, dieses Jahr zum ersten Mal vertreten, kommt mit einer in die Berliner Messehallen inkorporierte All-American BBQ-Party. Leider ohne Grill, aber mit Kunstrasen, 60er Jahre Caravan, Holzzäunen, Gartenmöbeln, labbrigen Hot Dogs und blondem, vollbusigem Standpersonal. Alles schön bunt und heimelig. Selbst die Digitalen der Branche berufen sich wohl auf den gemütlichen Schrebergarten-Catch-Up. Ebenso das Label Camp. Viel Holz und Rasenimitate. Gerade der recht zentral gelegene Forcetracks-Stand wirkte in dem Surrounding von Baumarkt-Biertischen ein wenig deplaziert. Das mag sich, der dort verweilende, recht gelangweilt schauende Standmensch auch gedacht haben. Der popmoderne Diskurs von Deleuze, Postmoderne und Mille Plateaux wird auf der weltgrößten Musikmesse in ihre ästhetischen Schranken verwiesen. Bittersüß. Neben den positiven Resümees und glücklichen Stimmen der Macher und Offiziellen fiel vor allem der recht hohe Bierkonsum und die gesteigerte Zahl der Tischkicker auf. Bloß nicht an Arbeit denken, will man meinen. Ein leicht inkonsistentes Bild zwängt sich da auf. Schmeckt irgendwie alles wie der dort reichlich ausgeschenkte Prosecco in Dosen. Wie eine Bratwurst für 5 Euro. Wie ein ausgetretener Kaugummi wieder in die Packung gequetscht. Wie ein „authentischer“ Rockact mit 1.0-Abschluß aus der Popakademie Mannheim. Aber was reden wir hier. Es geht ja immerhin ums Business!
Every culture produces its own language. Wie einst das Werbisch gibt es nun wohl auch das Web 2.0-isch. Nun ein Generator der möglichst sinnfreie Phrasen, angelehnt an die Neologismen des Web 2.0, wie ein einarmiger Bandit wie Kleingeld rausspuckt. Ein Beispiel: disintermediate citizen-media mashups. Danke!
In node 9 berichteten wir vom crowdsourcing, mit dem größere Projekte durch eine Vielheit verstreuter Teilnehmer umgesetzt werden können. In node 10 haben wir das Geysir-Phänomen vorgestellt, das durch das Zusammengeben von Cola light und Mentos hervorgerufen wird. Jetzt wird beides zusammengebracht auf dem neuen crowdsourcing-Projektportal Cambrian House. 25.001 Mentos sollen für einen Weltrekordversuch verpulvert werden. Jeder, der sich in die Community einloggt, liefert den Treibstoffbeitrag eines Kaudragees. Bis zum 31. August sollen hinreichend Teilnehmer gefunden werden, um die weltgrößte Mentoskolarakete zu zünden. Ist auch dringend nötig: Schließlich wird derzeit in der zeit heftig diskutiert, ob die Menschheit den Planeten bald verlassen muss. Und Ionenantriebe sind noch nicht der Weisheit letzter Schuss…
Eine neue Form des Chats bietet gabbly. Hier gibt es eine Art Metadiskurs über Internetseiten. Man setzt vor jede beliebige URL gabbly.com ein und man diskutiert über den Content oder tut einfach das was ohnehin getan wird. Flirten, schnacken etc. Noch von releativ wenig Usern und vorzugsweise aus den USA genutzt, dennoch ein interessanter Schritt, direkter über News oder die Kultur einer Website zu reden. Sollte dies auch von den Machern der entsprechenden Seiten selbst genutzt werden ist dies mit Sicherheit ein Weg zur besseren Optimierung, die von den üblichen Kommentar-Threads wegkommt.
Link: Gabbly - gabbly.com
Von der notwendigen vorangegangenen Bild-Digitalisierung mal abgesehen, wird gerade im und durch das Netz das Foto zu einem modifizierten Leitmedium.
Wenn auf Myspace der Großteil der optischen Beurteilung untereinander anhand von Fotos geschieht, gehört das Zusammenpasten von Bildergalerien und ihren Perspektiven zu einem ersten wichtigen “Gefällt-mir, Gefällt-mir-nicht”-Kriterium. Dass im Digitalen nicht nur Anagramme von Unterhaltungswert, sondern auch ihre bildliche Visualisierung für Entzückung sorgen kann zeigte unlängst das Projekt DAIRY. Inzwischen lassen sich auch Worte mit Fotos auf Flickr-Basis darstellen. Bei spell with flickr ist der Zufall mal wieder entscheidende Instanz. I like to compute.
Weitere Flickr-Mashups wurden vor kurzem von Michael Calore zusammengestellt. Der Tagkosmos wirft erste abstrakte Früchte ab.
Ob in Tagnautica als kongenial umgesetzte Navigation im Flickr Tag Space. Fastr ist ein Onlinegame, wo anhand von Flickrpics die Tags zu erraten sind. Flappr und FlickrFling sind einmal Oberfläche und das andere mal Information als Projekt.
Remixability has contaminated my brain, a mash up of thoughts and tags without begin and without end. I’m losing the center and searching the source but I’m finding only connections. I’m focusing on simplicity but the personalization is a chaos of expressions, a mix of codes. The future is the network but without partecipation the network remains just a word. We are all perpertual betas and all these experiments are more real then the real world. I dream profiles just because I’m sharing datas with you. Trust and collaborate, the system is opened and user centered. Sixdegrees of separation inside of my mind and a social hardware is replacing my software. Web 2.0 is stealing my Identity.
If you are interested in this theme, I suggest you to wacht the impressive presentation of Dick Hardt Identity 2.0