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Heute mal wieder bei zwei J-Seiten vorbeigeschaut, Justin TV und Joost: Ersteres hat sich zu einem echten Mitmach-Lifecasting-Kanal gemausert, auf dem man seinem voyeuristischen Hang (keine Sorge, Zuschauer sein ist immer Voyeur sein) frönen kann beim Endlos-Gelaber gelangweiler amerikanischer Kids. Joost bietet mittlerweile jede Menge Sender, deren jeweilige Angebote aber meist noch übersichtlich sind. Dafür gibt es die ersten Feature-Filme in voller Länge, mit echten Werbespots drin, die man nicht skippen kann. Wie im TV eben. Aber nur ein Spot, wie im Internet eben. Für beides gilt: Die Usability ist genial. Bleibt abzuwarten, wann sich beides mit echten Inhalten füllt.
By Jan Peter Wulf 2007-10-06 ·
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class, communication, community, computer, content, culture, facebook, identity 2.0, media, myspace, social networks, usa, youth
Der Grabenkampf zwischen MySpace und Facebook ist in den USA im vollen Gange. Wer wird die Nase vorn haben? Wer hat die meisten User? Dies waren die Fragen, die in den letzten Wochen und Monaten fast alle Social Network-Forscher interessiert hatten. Eine Forscherin namens Danah Boyd kommt allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis bei der dialektischen Betrachtung dieser beiden Internetkommunikationsplattformen: Facebook und MySpace sind jeweilige Plateaus einer neuen Klassengesellschaft in den USA.
Zitat:
“The goodie two shoes, jocks, athletes, or other “good” kids are now going to Facebook. These kids tend to come from families who emphasize education and going to college. They are part of what we’d call hegemonic society. They are primarily white, but not exclusively. They are in honors classes, looking forward to the prom, and live in a world dictated by after school activities.
MySpace is still home for Latino/Hispanic teens, immigrant teens, “burnouts,” “alternative kids,” “art fags,” punks, emos, goths, gangstas, queer kids, and other kids who didn’t play into the dominant high school popularity paradigm. These are kids whose parents didn’t go to college, who are expected to get a job when they finish high school. Teens who are really into music or in a band are on MySpace. MySpace has most of the kids who are socially ostracized at school because they are geeks, freaks, or queers.
In order to demarcate these two groups, let’s call the first group of teens “hegemonic teens” and the second group “subaltern teens.” (Yes, I know that these words have political valence. Feel free to suggest an alternative label.) These terms are sloppy at best because the division isn’t clear, but it should at least give us a language with which to talk about the two groups.”
Das weiße Bildungsbürgertum tummelt sich demnach auf Facebook und die Minderheiten und prekären Jugendkulturschichten auf MySpace. Wenn man dieser Studie Aufmerksamkeit schenken möchte, dann könnte man zu der Einsicht kommen, dass die These, dass das Internet ein gleichmachendes demokratisierendes Medium darstellte, überdacht werden müsste. Amerikanische Klassenunterschiede und ihre jeweiligen Ideologien haben also ihre Foren gefunden und von permeablem Austausch würde demnach zunächst keine Rede mehr sein.
Das gesamte Essay ist zu finden im Hyperlink unten:
Viewing American class divisions through Facebook and MySpace
By Ji-Hun Kim 2007-06-25 ·
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berlin, candy, crime, gangs, halloween, police, politics, violence, youth
Halloween ist auch in Deutschland angekommen. Einige Simpsonsspecials später gehts vor allem in Berlin und den prekären Aussenbezirken nur noch um Süßes oder Saures.
Der Link bedarf eigentlich keinen Kommentars. Dennoch bleibt hinterfragenswert, wo da noch der Spass bleibt und wer die Jugendlichen letzlich noch vor sich selbst schützt.
Link:
Berlin.de: Straftaten in Zusammenhang mit „Halloween“
By Ji-Hun Kim 2006-11-02 ·
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Es ist ein ewiges Dilemma. Marken, Sport und Stars. Mit Andre Agassi hat sich nun der erste große Tennispopstar von den Tennisfeldern verabschiedet. In vielen anderen Sportarten und heimischen Küchen geht die Diskussion jedoch munter weiter. “Mutter! Ich brauch unbedingt den neuen AirJordan!” “Kind! Ich geb nicht schon wieder 150 Euro für Schuhe aus, die Dir ohnehin nächste Woche wieder abgezogen werden!”


Dem will jetzt Stephon Marbury, Point Guard der NY Knicks ein Ende setzen. Sich darüber bewusst, dass der Endorsementwahnsinn um seine NBA-Kollegen Bryant, James und Iverson weitaus unschönere Blüten treibt, als in den selbstherrlichen Werbeclips von adidas und Nike dargeboten wird, bringt er nun eine eigene Linie an den Start mit Namen Starbury. Von Courtschuhen bis hin zu Jacken und anderem Gedöns. Der Clou: der Schuh mit dem der Meister der Körbe von nun an auch höchstpersönlich während der Season spielt kostet fantastische 15 Dollar. Welch Kampfansage! Jetzt kommen die Großen in Legitimationszwänge. Wie kann man für einen Basketballschuh das Zehnfache verlangen, wenn einer der besten der Welt mit viel günstigeren Schuhen das gleiche Spiel betreibt. Auch die Jacken, Sweater und Jeans der Linie überschreiten diese neue Schallgrenze von 15 Dollar nicht. Man dürfte jetzt natürlich einwenden, dass so günstige Preise auch günstige Produktionsstätten erfordern. “Aber ist es irgendwo anders anders?” müsste die resignierende Gegenfrage lauten.
nodeland befindet dies dennoch für großartig und für einen richtigen und mutigen Schritt von einem der anscheinend wahren Sportsmänner??! Man hofft auf Nachahmer und bald dann endlich die Miro-Klose-Performance-Kollektion bei kik?
By Ji-Hun Kim 2006-09-15 ·
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